Informationen zum Praena, Panorama oder Harmony Test

Diese im Prinzip gleichwertigen Tests ermöglichen die Diagnose oder den Ausschluss eines Down-Syndroms (Trisomie 21) oder einiger anderer Trisomien (13, 18) aus dem mütterlichen Blut. Dabei werden mit einem aufwendigen neuartigen Laborverfahren Anteile des kindlichen Erbguts (DNA) im Blut der Mutter nachgewiesen. Veränderungen in anderen Chromosomen können zur Zeit noch nicht erkannt werden, die zukünftige Weiterentwicklung der Tests wird dies aber sicherlich ermöglichen.

Sie können eine Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) ersetzen, haben aber im Gegensatz zu dieser kein Infektions- oder Fehlgeburtenrisiko, da nicht die Fruchthöhle punktiert werden muss. 95 % der von einer Trisomie 21 betroffenen werden erkannt, in 0,5% der Fälle liegt trotz auffälligem Testergebnis doch ein normaler Chromosomensatz vor. Zur Zeit können die Tests nur die Häufigkeit der Chromosomen 13, 18 und 21 nachweisen, keine anderen Veränderungen der Erbanlagen.

Die Tests können ab der 11. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden und kosten ca 400 €, die überwiegend durch die Laborkosten bedingt sind. Sie werden zur Zeit nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Ob diese Tests für Sie sinnvoll sind, kann nur im persönlichen Gespräch erörtert werden.

Weitere Informationen erhalten Sie unter Praena-Test    Panorama-Test   Harmony-Test

und schauen Sie: Interview mit Dr Brinker

Bitte beachten Sie folgenden Hinweis:

Wir sehen diese Tests und andere Methoden der vorgeburtlichen Diagnostik wie Ultraschall und Fruchtwasseruntersuchung nicht als Hilfsmittel, Behinderungen zu erkennen und betroffene Kinder zu selektieren, sondern als Massnahmen, die der Beruhigung der werdenden Eltern dienen. Immerhin sind 99% der Feten völlig gesund und unauffällig. Es dient dem ungestörten Verlauf der weiteren Schwangerschaft, wenn die 40-jährige Schwangere bereits in der 14. Schwangerschaftswoche weiss, dass ihr Kind keinerlei Hinweise auf gesundheitliche Probleme zeigt. Zahlreiche der von uns betreuten Paare haben die Schwangerschaft trotz auffälliger Befunde fortgeführt.

 


 

<< zurück

 

 
 © 2004 by Dr. Walter Brinker, Dr. Dirk Wehren