Labor-Untersuchungen in der Schwangerschaft

 

Alpha-Feto-Protein (AFP) im Serum

Im Nervenwasser (Liquor) des Kindes ist dieses Eiweiss in höherer Konzentration vorhanden. Falls ein offener Rücken (Spina bifida) oder eine ähnliche Mißbildung des kindlichen Zentralen Nervensystems besteht, wird mit dem austretenden Nervenwasser auch dieses Eiweiss in das Fruchtwasser übertreten und vom Kinde verschluckt. Ein Teil des verschluckten AFP wird vom Kind über die Nabelschnur ans mütterliche Blut übergeben und lässt sich dann dort in auffallender Konzentration nachweisen.

Die Blutentnahme bei der Mutter erfolgt zwischen der 16. und 20. SSW.

 


 Triple - Test

 

Dabei handelt es sich um einen Suchtest im mütterlichen Blut, der das Risiko einer Trisomie 21 (Morbus Down, Mongolismus) beim Ungeborenen abschätzen soll, ohne gleich die nicht ungefährliche Fruchtwasseruntersuchung durchzuführen. Das Risiko, ein solches Kind zu gebären, steigt mit dem Alter der Mutter: ab einem mütterlichen Alter von 35 Jahren beträgt es ca. 1:300 und steigt danach rasch an.

Bei dem Test werden  3 Blutwerte (AFP, HCG, Östriol) in einer komplizierten Formel mit dem mütterlichen Alter verrechnet. Eine Risikoberechnung, die dem Normalwert einer 35-jährigen Schwangeren entspricht, gilt als Grenzwert zur Auffälligkeit. Es ist wichtig zu wissen, daß ein auffälliges Ergebnis nicht bedeutet, daß das Kind krank ist, sondern daß eine weitere Abklärung z.B. mit einer Fruchtwasseruntersuchung erfolgen sollte.

Die Blutentnahme wird zwischen der 16. und 20. SSW vorgenommen.

Diesen Test erwähnen wir nur, weil er noch häufig in der Informationsliteratur erwähnt ist. Er ist zwischenzeitlich überholt und sollte durch das aussagekräftigere Ersttrimester - Screening ersetzt werden.

 


 

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 © 2004 by Dr. Walter Brinker, Dr. Dirk Wehren